Viele Menschen haben völlig nachteilige Glaubenssätze in Bezug auf den Umgang mit Geld. Meistens sind es immer wieder dieselben Denkfehler, die einen Großteil der Bevölkerung davon abhalten, sich eine finanzielle Sicherheit aufzubauen. Damit Sie nicht auch diese Denkfehler begehen, haben wir Ihnen die 9 größten Fehler aufgelistet.
1. Denkfehler: Rabattfallen und Zeitdruck
„30% Rabatt – und nur heute !“ oder „nur noch für 45,99 EUR bestellen und Versand sparen“ oder „wer 2 Hemden kauft, erhält das Dritte gratis dazu“, oder „jetzt buchen, nur noch 2 Zimmer frei“, oder, oder…Wer hier regelmäßig darauf reinfällt, wird es nicht schaffen, etwas zu sparen. Unsere Welt ist voll von Super-Sonderangeboten, „Reduziert!!“-Aufklebern usw. – alles Erfindungen des Neuro-Marketings, welches uns äußerst geschickt das Geld aus den Taschen zieht. Unsere Schränke füllen sich und unser Geldbeutel leert sich. Und das auch noch zunehmend unbemerkt, da das meist bargeldlos über das Internet läuft.

Rabatte sind meist Lockangebote, die Sie dazu verleiten, noch mehr Geld auszugeben
Aber: niemand, und schon gar nicht der Handel mit seinen enormen Margen, verschenkt irgendetwas !
Unser Rat:
Auch wenn es schwer ist, aber widerstehen Sie den Lockmitteln, tragen Sie sich aus Newslettern aus und erstehen Sie nur das, was Sie wirklich brauchen. Vergleichen Sie umfassend die Preise und verhandeln Sie auch im stationären Handel immer!
2. Denkfehler: Fehlender Durchblick
Wissen Sie eigentlich genau, wie hoch Ihre monatlichen Fixkosten sind ? Miete, Benzin, Versicherung – und das war es doch schon – oder? Auf welchem großen Fuß wir eigentlich leben, ist den meisten Menschen gar nicht bewusst, die sich dann wundern, siehe Nr.3. Wir zahlen für die Handyflatrate, Netflix, Yoga, ADAC, GEZ, Schulessen, Fahrkarten-Abo, Tageszeitung, den Möbelkredit, die Rate für das Auto usw.
Unser Rat:
Wenden Sie ein altbewährtes Mittel an und führen Sie doch ein Haushaltbuch oder wenigstens eine Übersicht. Erst jetzt können Sie Ihre Ausgaben auf den Prüfstand stellen und weniger wichtige Verträge reduzieren oder kündigen.
3. Denkfehler: Kein Geld zum Sparen übrig
Niemand, auch Menschen mit höherem Einkommen haben einfach so „Geld übrig“. Sparen ist immer mit Verzicht und einem klugen Umgang mit Geld verbunden. Es gibt jedoch auch hier einen recht einfachen und bewährten Trick.
Unser Rat:
Richten Sie einen Dauersparvertrag über 5-10 Prozent vom Netto ein, der Ihnen diesen festen Geldbetrag vor dem Gehaltseingang abzieht. Sie werden sehen, das Geld fehlt überhaupt nicht und Sie haben einen Notgroschen für Reparaturen oder für notwendige Anschaffungen. Achten Sie jedoch auf niedrige Kosten, niedrige Besteuerung, ständige Verfügbarkeit und hohe Renditen! S. auch unser Blog-Beitrag : „Die 10 schlimmsten Fehler bei der Geldanlage“
4. Ein bisschen Luxus muss doch mal drin sein
Ob im Urlaub, wo man dann doch All-inklusive oder ein Hotel mit 5 Sternen bucht oder beim Kauf von Autos und Konsumgütern – hier wird gern eine Schippe draufgelegt. Aber muss das wirklich sein ?
Unser Rat:
Bleiben Sie auch hier eisern. Schöne Erlebnisse gibt es auch für wenig Geld und das neue tolle Auto ist schneller veraltet und verrostet, als man gucken kann.
5. So viel gebe ich doch gar nicht aus
Belegte Brötchen kaufen, statt selber schmieren, die Schachtel Zigaretten am Kiosk oder den Morgenkaffe bei Starbucks oder im Zug kaufen – kleine Ausgaben, die regelmäßig getätigt, richtig teuer sind.
Unser Rat:
„Kleinvieh macht auch Mist.“ Rechnen Sie die kleinen regelmäßigen Ausgaben erst auf den Monat, dann aufs Jahr und dann auf 10 Jahre hoch – und dann staunen Sie! Hier ist für jeden der Weg zum Sparen offensichtlich zu sehen. Eine weitere Hilfe ist das klassische Haushaltbuch, heute auch als Excel-Tabelle vom Online-Konto: prüfen Sie jede Ausgabe auf dringende Notwendigkeit und vergleichen Sie die Anbieter – das Potenzial ist riesig!
6. Erst die Schulden abzahlen, dann sparen
Ein riesiger Denkfehler beim Umgang mit Geld! Vor allem in Sachsen ist es tief verankert: die Mär, dass Schulden schlecht wären. Mit der Rückzahlung von Darlehen reduziert man aber immer seine eigene finanzielle Basis und stärkt dafür die der Bank. Gibt es dann Probleme, hat man keine Verhandlungsmasse mehr. Ein Darlehen verliert dagegen immer ohne eigenes Zutun durch die Inflation automatisch an Wert und halbiert sich spätestens in 10 Jahren. Zahle ich Raten zurück, verliere ich außerdem Zins und Zinseszins.
Unser Rat:
Vor allem in der derzeitigen Zinssituation sollten die Raten lieber angelegt und so wenig wie möglich zurückgezahlt werden. 100 EUR im Monat ergeben in 10 Jahren 15.000 EUR in einem guten Fondssparplan mit 6% Durchschnittsrendite. Zusammen mit dem Wertverlust des Darlehens kommen Sie somit viel schneller zu Vermögen. Die Rückzahlung zur Schuldenfreiheit kann dabei trotzdem später oder jederzeit erfolgen. Nehmen Sie sich die Bundesregierung selbst zum Vorbild – hier wird die Tilgung sogar auf den Sankt-Nimmerleinstag verschoben und nur auf Inflation gesetzt
7. Es gibt doch eh keine Zinsen
Das ist richtig und wird absehbar so bleiben – das ist Politik. Aber heißt das jetzt, dass sich sparen nicht mehr lohnt? Natürlich nicht.
Unser Rat:
Investieren ist das neue Sparen! Setzen Sie auf Sachwerte! Gold und Silber werden z.B. immer knapper und im Wert steigen, gut gestreute Aktien-Wertpapiere steigen langfristig und werfen regelmäßig recht hohe Dividenden ab.

Investieren ist das neue Sparen!
Zur Sicherheit kauft man Aktien breitgestreut in Fondsdepots und diese wiederum steuerbegünstigt im Versicherungsmantel. Auch Immobilieninvestments können über diesen Weg interessant sein. So erreicht man im Durchschnitt einen attraktiven Vermögenszuwachs auch ohne Zins.
8. Aufgeben
Viele sparen fleißig, geben das Geld aber aus, bevor Ziele erreicht sind. Zum erfolgreichen Vermögensaufbau gehört jedoch Durchhaltewille und Motivation. Die Versuchungen sind vielfältig – bleiben Sie standhaft, Ihre monatlichen Sparraten und die erreichte Sparsumme bleiben Tabu und stehen Ihnen eben einfach nicht zur Verfügung!
Unser Rat:
Versuchen Sie herauszufinden, was Ihr Ziel sein soll und visualisieren Sie es. Ist das Ziel langfristig, so schaffen Sie sich attraktive Zwischenziele, die Sie konsequent versuchen zu erreichen. Werden diese erreicht ist es durchaus sinnvoll, sich zu belohnen z.B. mit einer Reise. Vergessen Sie aber niemals: Mit jedem Euro, der abgehoben und ausgegeben wurde, verlieren Sie auch dessen jahrelangen Folgeerträge – ein hoher Verlust, höher als es aussieht. Prüfen Sie z.B. in Notfällen stattdessen immer, ob ein günstiger Kredit nicht sinnvoller wäre – siehe Nr.6.
9. Ich will mein Leben jetzt genießen
Wir leben in den sichersten Zeiten, die es jemals gab und die Lebenserwartung steigt und steigt. Wenn wir unser ganzes Geld auf den Kopf hauen, dann wird es uns dann fehlen, wenn wir es besonders brauchen – nämlich dann wenn wir keine Einkünfte mehr selbst verdienen können. Aber auch ein menschenwürdiges Altern gehört zum Leben! Aufgrund der steigenden Lebenserwartung sprechen wir inzwischen über Zeiträume von durchaus 30 Jahren im Ruhestand!
Unser Rat:
Sie wollen frei und selbstbestimmt leben und Geld ausgeben. Dann denken Sie auch an schwierige Zeiten und Ihren Ruhestand – auch diese Zeiten gehören zu Ihrem Leben dazu. Sie sparen ja immer für eine spätere Version von sich selbst!
Fazit
Wenn Sie die oben genannten häufigsten Fehler im Umgang mit Geld vermeiden, sind Sie auf der richtigen Gerade, sich ein ansehnliches Vermögen aufzubauen.